Warum Stadtwerke ihre Energiebeschaffung regelmäßig überprüfen sollten
Der deutsche Strom- und Gasmarkt ist geprägt von hoher Preisvolatilität, hoher Unsicherheit und neuen regulatorischen Anforderungen. Anforderungen an eine Dekarbonisierung der Beschaffung steigern den Komplexitätsgrad weiter.
Beschaffungsstrategien, die in der Vergangenheit unter Risikogesichtspunkten gut funktioniert haben, können unter heutigen Marktbedingungen zu unerwünschten Ergebnisrisiken führen. Für Stadtwerke und Energieversorger ist deshalb entscheidend, die Energiebeschaffung nicht nur operativ sicherzustellen, sondern regelmäßig strategisch zu überprüfen:
- Passen Beschaffungsmodell und -strategie noch zum aktuellen Marktumfeld?
- Passen sie noch zum heutigen Absatz- und Erzeugungsportfolio?
- Werden Beschaffungsrisiken wirksam gesteuert?
B E T schafft eine fundierte und objektive Sicht auf Ihre aktuelle Beschaffung. Dabei bringt B E T eine breite Beratungserfahrung, ein methodisch konsistentes Vorgehen und einen umfassenden Überblick über Beschaffungsstrategien vergleichbarer Unternehmen ein.
Vollversorgungsmodelle bspw. haben eine geringere operative Komplexität, bieten aber auch nur geringe Einflussmöglichkeiten und Flexibilität in der Beschaffung. Ein eigenes Portfoliomanagement dagegen bietet mehr Steuerungsmöglichkeiten, erfordert aber leistungsfähige Prozesse, klare Verantwortlichkeiten, geeignete IT-Systeme und ein professionelles Risikomanagement.
Klassische Vollversorgung
- „Rundum sorglos“
- Starke Abhängigkeit vom Marktpreis zum Abschlusszeitpunk und intransparente Aufschläge
Tranchen Vollversorgung
- Preisabsicherung zeitlich verteilt
- Mit Abschluss der Beschaffungsphase vor Lieferbeginn erfolgt eine Umwandlung in eine klassische Vollversorgung
Spotbeschaffung
- Keine Preisabsicherung vor Lieferbeginn
- Unterjährige Beschaffung der geplanten Absatzmengen
Strukturierte Beschaffung
- Preisabsicherung zeitlich verteilt mit Standardprodukten
- Unterjährige Optimierung der Beschaffungsmengen am Spotmarkt
Portfoliomanagement
- Preisabsicherung zeitlich verteilt mit Standardprodukten und Drittmengen
- Unterjährige Optimierung der Beschaffungsmengen am Spotmarkt und Eigenerzeugung
Wir unterstützen dabei, diese Optionen unternehmensspezifisch zu bewerten und ein Beschaffungsmodell zu entwickeln, das zu Risikoneigung, Portfolio, Organisation und strategischen Zielen Ihres Unternehmens passt.
Welche Beschaffungsstrategie passt zu Ihrem Unternehmen?
Ausgangspunkt ist eine strukturierte Status-quo-Analyse Ihrer heutigen Beschaffungsstrategie für Strom und Gas in Hinblick auf die aktuelle Marktsituation und mögliche Weiterentwicklungsszenarien:
- Portfoliokontext (Absatzmengen, Eigenerzeugung, PPAs)
- Anforderungen an die Dekarbonisierung der Energiebeschaffung
- Verantwortlichkeiten und Transferpreislogiken zwischen Handel und Vertrieb
- Prozesse, IT-Landschaft und Datenqualität
- Schnittstellen zu Risikomanagement und Reporting
Ergänzend zur qualitativen Analyse können wir mit BET-eigenen Simulations- und Optimierungstools alternative Beschaffungsstrategien auch quantitativ bewerten und vergleichen. Zudem kann ein Benchmarking mit Wettbewerbern Aufschluss über die derzeitige Marktposition geben.
Ihr Ergebnis: Entscheidungsgrundlage für die künftige Beschaffungsstrategie
Im Ergebnis erhalten Sie eine belastbare Bewertung Ihrer aktuellen Energiebeschaffung. BET zeigt Verbesserungspotenzial auf und gibt konkrete Handlungsempfehlungen:
- Best Practices und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Energiebeschaffung
- Maßnahmenplan für einen Umsetzungspfad
- Entscheidungsvorlage für Management und Gremien mit Handlungsoptionen und Bewertungskriterien
- Grundlage für die Überarbeitung von Risiko- und Beschaffungsrichtlinien
BET kann im Anschluss die operative Umsetzung begleiten sowie die Anpassung bzw. Erstellung der zugehörigen Risiko- und Beschaffungsrichtlinien.
Häufige Fragen
1. Wann sollte ein Stadtwerk seine Energiebeschaffung überprüfen?
Eine Überprüfung ist besonders sinnvoll, wenn sich Marktvolatilität, Portfolio, Risikotragfähigkeit oder strategische Ziele verändert haben. Auch neue Anforderungen durch Dekarbonisierung, Eigenerzeugung, PPAs oder veränderte Vertriebsprodukte können Anlass sein, die Beschaffungsstrategie neu auszurichten.
2. Welches Beschaffungsmodell ist für Energieversorger geeignet?
Das passende Beschaffungsmodell hängt von Risikoneigung, Absatzstruktur, Organisation, IT-Reife und Eigenleistungstiefe ab. Für manche Unternehmen ist eine Tranchenbeschaffung angemessen, andere profitieren von strukturierter Beschaffung oder eigenem Portfoliomanagement. Entscheidend ist die unternehmensspezifische Bewertung.
3. Wie hängen Energiebeschaffung und Risikomanagement zusammen?
Beschaffungsentscheidungen bestimmen wesentlich, welche Risiken ein Unternehmen eingeht. Deshalb sollte jede Beschaffungsstrategie mit einem passenden Risikomanagement und klaren Risiko- und Beschaffungsrichtlinien verbunden sein.
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