Warum effektives Risikomanagement im Energiehandel wichtiger wird
Für Energieversorgungsunternehmen sind zu den altbekannten Risiken durch intensiven Wettbewerb und stärker fluktuierender Erzeugung weitere Risiken durch geopolitische Spannungen und volatilere Großhandelspreise hinzugekommen – von pandemiebedingten Nachfrageeinbrüchen bis hin zu kriegsbedingten Preissteigerungen und Versorgungsunsicherheiten.
Unter diesen volatilen Marktbedingungen können die verschiedenen Risiken schnell erhebliche Ergebniswirkungen entfalten. Um dennoch ein stabiles Unternehmensergebnis zu sichern, kommt einem professionellen Risikomanagement eine besondere Bedeutung zu.
Gleichzeitig ist ein effektives Risikomanagement auch aus rechtlicher und regulatorischer Sicht wichtig. Neben den gesellschaftsrechtlichen Geschäftsleiterpflichten und Pflichten zur Risikofrüherkennung existieren auch spezifische Anforderungen aus § 5 EnWG, die die Tätigkeit als Energielieferant an die „Gewährleistung [der] wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit über angemessene Absicherungsstrategien“ knüpft.
Daher sollte jeder Energieversorger eine regelmäßige Aktualisierung und Prüfung des unternehmensindividuellen Risikomanagements für den Energiehandel implementiert haben.
Welche Risiken im Energiehandel betrachtet werden sollten
Ein professionelles Risikomanagement im Energiehandel berücksichtigt alle wesentlichen Risiken der unternehmensspezifischen Situation – ob die Energiebeschaffung nun über eine klassische Vollversorgung oder über ein Portfoliomanagement mit eigenem Bilanzkreis erfolgt oder ob die Vertriebsstrategie konservativ oder wachstumsorientiert ist. Zentrale Risikokategorien hierbei sind:
- Marktpreisrisiken
- Mengen- und Strukturrisiken
- Kontrahentenausfallrisiken
- Liquiditätsrisiken
- Operative Risiken
Mit strukturierter Vorgehensweise zum individuellen Risikomanagement im Energiehandel
Für ein planbares Unternehmensergebnis reicht es nicht aus, Risiken nur punktuell zu betrachten. Erforderlich ist ein systematischer Risikomanagementprozess, der Risiken frühzeitig sichtbar macht, bewertet und steuert.
BET unterstützt Sie bei Aufbau, Review und Weiterentwicklung eines wirksamen Risikomanagements im Energiehandel. Hierzu analysieren wir zunächst Ihr bestehendes Risikomanagement:
- Sind alle zentralen Risikokategorien adäquat abgedeckt?
- Sind geeignete Methoden zur Bewertung und Überwachung der Risiken implementiert?
- Ist ein geeignetes Konzept zur Steuerung und Kontrolle der Risiken implementiert?
Auf Basis unserer langjährigen Projekterfahrung betrachten und bewerten wir dabei sowohl Methoden und Kennzahlen als auch Organisationstruktur, Schnittstellen, Gremien, Risikoreporting, Limitsysteme und Eskalationsprozesse. Entscheidend ist, dass das Risikomanagement nicht nur dokumentiert ist, sondern im Tagesgeschäft tatsächlich steuerungswirksam funktioniert.
Ihr Ergebnis: Transparenz und Steuerungsfähigkeit
Sie erhalten eine fundierte Einschätzung zur Leistungsfähigkeit Ihres aktuellen Risikomanagements. BET zeigt auf, welche Risiken bereits angemessen gesteuert werden und wo Anpassungsbedarf besteht, so dass Sie fundierte Entscheidungen treffen können:
- Best Practices und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Risikomanagements
- Maßnahmenplan für eine Umsetzung
- Entscheidungsvorlage für Management und Gremien
- Grundlage für die Überarbeitung von Risiko- und Beschaffungsrichtlinien
B E T kann im Anschluss auch die Umsetzung in entsprechenden Governance-Dokumenten übernehmen durch Anpassung bzw. Erstellung von Risiko- und Beschaffungsrichtlinien oder einem Risikohandbuch.
Häufige Fragen
1. Was umfasst Risikomanagement im Energiehandel?
Risikomanagement im Energiehandel umfasst die systematische Identifikation, Bewertung und sowie Überwachung und Steuerung der Risiken aus Beschaffung, Erzeugung, Vertrieb und Eigenhandel.
2. Welche Risiken sind für Energieversorgungsunternehmen besonders relevant?
Für Energieversorger sind Marktpreisrisiken, Mengen- und Strukturrisiken, Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und operative Risiken besonders relevant. Die konkrete Wesentlichkeit hängt vom Beschaffungsmodell und der Beschaffungsstrategie ab.
3. Wann ist ein Review des Risikomanagements sinnvoll?
Ein Review ist sinnvoll, wenn sich Marktbedingungen, Beschaffungsmodell oder -strategie, Vertriebsprodukte, Risikotragfähigkeit oder regulatorische Anforderungen verändert haben. Auch organisatorische Änderungen können Anlass für eine Überprüfung sein.
Weitere BET-Leistungen
Kontakt Ihre Ansprechpartner



BET Newsletter - Exklusive Insights und Impulse
Melden Sie sich an und profitieren Sie von unserer Expertise und Leidenschaft für die Transformation der Energiewirtschaft
Jetzt Newsletter abonnieren