News, | 21.10.2026 Studien/Gutachten/Whitepaper | 21.10.2026 Impuls zur Ausgestaltung der Grüngasquote

 

Im Rahmen einer BET-Kurzstudie im Auftrag der SEFE haben wir untersucht, wie eine Grüngasquote im Sinne des § 42a Gebäudemodernisierungsgesetz konkret ausgestaltet werden könnte. Im Mittelpunkt steht dabei das „Wie“ der Umsetzung – nicht die Grundsatzentscheidung über ihre Einführung oder ein konkreter Quotenpfad.

Ausgangslage: Grüngasquote als Baustein zur Klimaneutralität

Das Gebäudemodernisierungsgesetz sieht die Einführung einer Grüngasquote vor. Inverkehrbringer von Gas, Öl und Flüssiggas sollen verpflichtet werden, die zur Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzten Brennstoffe bis 2045 vollständig auf klimaneutrale Brennstoffe umzustellen. Das Eckpunktepapier der Koalition sieht einen Start zum 1. Januar 2028 mit bis zu 1 % vor.

Wie sollte die Grüngasquote ausgestaltet werden?

BET empfiehlt, die Grüngasquote als Treibhausgasminderungsquote auszugestalten, damit die unterschiedliche Klimawirkung grüner Gase berücksichtigt wird. Die Verpflichtung sollte bei Erdgas in der Regel beim Endkundenlieferanten liegen. Wärmenetze, die bereits dem Wärmeplanungsgesetz unterliegen, sollten von der Bezugsmenge ausgenommen werden, um eine Doppelsteuerung zu vermeiden.

Wasserstoffhochlauf und sektorübergreifende Erfüllung

Neben Biomethan wird langfristig auch Wasserstoff benötigt, um die Nachfrage nach grünen Gasen zu decken. BET empfiehlt deshalb einen gezielten Wasserstoffanreiz innerhalb der Grüngasquote. Dabei ist insbesondere ein Multiplikator als H2-Hochlaufanreiz denkbar.

Zusätzlich sollten sektorübergreifende Erfüllungsoptionen möglich sein: Zusätzlicher Wasserstoffeinsatz etwa in Industrie, Fernwärme oder Stromerzeugung könnte GGQ-Zertifikate erzeugen, die anschließend zur Quotenerfüllung genutzt werden.

Zertifikate, Flexibilität und Sanktionen

Für die Nachweisführung sollten massenbilanzierte Erzeugungs- und Liefernachweise die Grundlage bilden. Die daraus entstehenden GGQ-Zertifikate sollten frei handelbar sein, Doppelanrechnungen jedoch ausgeschlossen werden.

Banking und Borrowing können helfen, Mengen- und Nachfrageschwankungen auszugleichen. Für nicht ausgeglichene Fehlmengen empfiehlt BET eine Pönale, die hoch genug ist, damit die Quotenerfüllung wirtschaftlich attraktiver bleibt als die Nichterfüllung. 



Downloads

Vollständige Kurzstudie „Impuls zur Ausgestaltung der Grüngasquote“ 
Zusammenfassung der Kurzstudie „Impuls zur Ausgestaltung der Grüngasquote“ 


Ansprechpartner

Ralph Kremp
Partner
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Dr. Denis vom Stein
Leiter Kompetenzteam Industrie
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