Die Energiewirtschaft befindet sich in der tiefgreifendsten Transformation ihrer Geschichte. Netzausbau, Wasserstoff-Hochlauf, kommunale Wärmeplanung, §14a EnWG und die digitale Transformation führen zu einer Projektdichte, die viele Energieversorger vor neue strukturelle Fragen stellt. Gleichzeitig verändert der demografische Wandel die Personalsituation grundlegend. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
- Rund 70 Prozent der Beschäftigten in deutschen Energieversorgungsunternehmen gehen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren in den Ruhestand (Deloitte).
- 73 Prozent der Unternehmen sehen den demografischen Wandel als Hauptursache des Fachkräftemangels (BDEW).
- 56 Prozent nennen zusätzlich den steigenden Personalbedarf durch die Transformation, 48 Prozent die steigende Komplexität als wesentliche Treiber (BDEW).
In dieser Situation entscheidet weniger die Anzahl der Köpfe über den Erfolg – sondern die Frage, wie souverän eine Organisation mit dieser Komplexität umgeht. Wer jetzt aktiv handelt, schafft die Voraussetzungen, um die kommenden Aufgaben nicht nur zu bewältigen, sondern die nächste Dekade aktiv zu gestalten. Drei Hebel sind dabei entscheidend, weil sie typische Verschwendungsquellen im Projektgeschäft adressieren:
- Die richtigen Projekte auswählen. Mit einer systematischen Priorisierung lenken Energieversorger ihre knappe Ressource Projektkapazität auf die Vorhaben mit der größten strategischen Wirkung – statt sich von politischen Strömungen, historischen Selbstverständlichkeiten oder dem lautesten internen Auftraggeber treiben zu lassen.
- Projekte effizienter gestalten. Einheitliche Methoden, Vorlagen und Vorgehensmodelle verkürzen die Anlaufphase jedes Projekts und reduzieren vermeidbare Reibung im Tagesgeschäft. Hinzu kommt der gezielte Ausbau der Projektmanagement-Kompetenz im Unternehmen – ebenso wie der konsequente Einsatz künstlicher Intelligenz: Statusberichte, Entscheidungsvorlagen und Reportings lassen sich heute teilautomatisieren – und entlasten Projektleiter spürbar im Tagesgeschäft.
- Das Portfolio wirksam steuern. Mit Transparenz über das gesamte Projektportfolio werden Doppelbelegungen sichtbar, Abhängigkeiten frühzeitig erkannt und Eskalationen rechtzeitig adressiert. Die Geschäftsführung erhält die belastbaren Entscheidungsgrundlagen, die strategische Steuerung überhaupt erst möglich machen.
Genau hier liegt der Mehrwert eines professionell aufgesetzten Project Management Office (PMO). Es ist ein strategischer Hebel für mehr Wertschöpfung – und damit ein zentrales Steuerungsinstrument der Geschäftsführung. Welche Leistungen ein PMO im konkreten Fall übernehmen sollte, hängt von Größe, Reifegrad und strategischer Bedeutung des Projektgeschäfts ab. Auch das Selbstverständnis kann sich deutlich unterscheiden – von einem leichtgewichtigen Angebot bis hin zu einem PMO mit durchsetzungsstarkem Mandat.
PMO-Typen nach Selbstverständnis
In eigener Sache – Unser neues Beratungsangebot
Mit unserem neuen Beratungsangebot begleiten wir Stadtwerke, Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer PMO-Strukturen – von der konzeptionellen Ausrichtung über Prozesse, Standards und Tools bis zur Veränderungsbegleitung. Was uns dabei auszeichnet, ist die seltene Kombination dreier Kompetenzen, alles aus einer Hand:
- Energiewirtschaftliches Know-how – aus jahrzehntelanger Beratungspraxis in der Branche.
- Methodische PMO-Expertise – vom strategischen Zuschnitt über Governance bis zur Veränderungsbegleitung.
- IT-Umsetzungskompetenz – eigene Entwickler und Spezialisten über BET Solutions, von der Tool-Auswahl bis zur Schnittstellenintegration.
Erfahren Sie hier, welche Bausteine ein modernes PMO ausmachen und wie wir gemeinsam mit Ihnen das passende Modell entwickeln.
Für Organisationen, die noch am Anfang stehen oder sich erst orientieren möchten: Wir bieten neuen Kunden eine kostenlose PMO-Standortbestimmung an – einen eintägigen, moderierten Workshop, in dem Ihr PMO gemeinsam mit Vertretern aus Projektmanagement, Fachbereichen und Geschäftsführung systematisch bewertet wird. Ergebnis ist ein belastbares Reifegradprofil mit konkreten Handlungsempfehlungen – unverbindlich und ohne Folgeverpflichtung.
Sprechen Sie uns gerne an.
Dr. Anna Walter
Partnerin Organisationsentwicklung
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Matthias Deckert
Senior Manager PMO
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