VKU Gutachten Roadmap

Studie Kooperationen von
Verteilnetzbetreibern –
VNB-Roadmap 2045

Die Studie wurde von BET Consulting GmbH im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) erstellt.

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Stromverteilnetze als Eckpfeiler der Energiewende: Die Studie sieht große Chancen durch Zusammenarbeit


Die Energiewende stellt Stromverteilnetzbetreiber vor eine historische Aufgabe: Bis 2045 müssen Netze umfassend ausgebaut, modernisiert und digitalisiert werden – bei gleichzeitig steigenden regulatorischen Anforderungen und wachsendem Fachkräftemangel. Die im Auftrag des VKU erstellte VNB-Roadmap 2045 von BET Consulting zeigt, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können – und welche zentrale Rolle Kooperationen dabei spielen.

Kooperationen sind der Schlüssel um Skaleneffekte und Effizienzgewinne zu heben und gleichzeitig die regionale Verwurzelung und Selbstständigkeit der Verteilnetzbetreiber zu stärken.

Heinz-Werner Hölscher, Partner,  BET Consulting

Gemeinsam mehr erreichen – ohne lokale Stärke zu verlieren


Kooperationen zwischen Verteilnetzbetreibern bieten die Möglichkeit, Skaleneffekte zu realisieren und Effizienzpotenziale zu heben – ohne die regionale Verwurzelung und unternehmerische Eigenständigkeit aufzugeben.

Die historisch gewachsene, dezentrale Struktur der Verteilnetze in Deutschland bringt entscheidende Vorteile mit sich: hohe Ortskenntnis, Kundennähe, schnelle Entscheidungswege sowie regionale Wertschöpfung und Resilienz. Diese Stärken bleiben auch in einem kooperativen Modell erhalten und können gezielt ergänzt werden.

Die Studie zeigt konkrete Handlungsfelder auf, in denen Kooperationen besonders wirksam sind. Dazu zählen unter anderem:

  • Digitalisierung und IT-Infrastruktur
  • Smart-Meter-Rollout
  • Netzanschlüsse und Netzbetrieb
  • Netzplanung und Investitionssteuerung
  • Finanzierung großer Transformationsprojekte


In diesen Bereichen können freiwillige Kooperationen dazu beitragen, Ressourcen effizienter einzusetzen und steigende Anforderungen wirtschaftlich zu bewältigen.


Standardisierung als einer der Erfolgsfaktoren


Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist die Bedeutung einheitlicher Standards. Einheitliche Prozesse, Datenmodelle und Schnittstellen bilden die Grundlage für funktionierende Zusammenarbeit – von bilateralen Kooperationen bis hin zu branchenweiten Lösungen.

Standardisierung ist dabei nicht nur für Kooperationen relevant: Auch unabhängig davon ermöglicht sie, Effizienzpotenziale zu heben, Skaleneffekte zu realisieren und neue Aufgaben wirtschaftlich zu bewältigen.


Rahmenbedingungen gezielt verbessern


Damit Kooperationen ihr volles Potenzial entfalten können, sind geeignete Rahmenbedingungen erforderlich. Dazu gehören insbesondere:
 

  • der Abbau regulatorischer Hürden
  • die Schaffung von Anreizen für Zusammenarbeit
  • die Förderung einheitlicher Branchenstandards


Politik und Regulierung spielen hierbei eine zentrale Rolle, um die Transformation der Verteilnetze zu unterstützen.


Fazit: Kooperation als strategischer Hebel


Die Energiewende bringt Verteilnetzbetreiber an ihre Grenzen – insbesondere durch hohe Investitionsbedarfe von über 235 Milliarden Euro bis 2045 sowie steigende Anforderungen in Regulierung, Digitalisierung und Personal.

Kooperationen bieten einen wirksamen Ansatz, diesen Herausforderungen zu begegnen. Die VNB-Roadmap 2045 liefert dafür konkrete Handlungsempfehlungen und zeigt auf, wie Zusammenarbeit gezielt zur Effizienzsteigerung und Zukunftssicherung der Verteilnetze beitragen kann.
 


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Heinz-Werner Hölscher
Heinz-Werner Hölscher
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