BET-Energieforum 2026:
Zwei Tage voller Impulse, Austausch und Perspektiven
Am 10. und 11. September 2026 kamen über 200 Teilnehmende zum 16. BET-Energieforum in Aachen zusammen. Zwei Tage lang standen die aktuellen Herausforderungen der Energie- und Wärmewende im Mittelpunkt – mit intensiven Diskussionen, unterschiedlichen Perspektiven und viel Raum für den persönlichen Austausch.
Der erste Veranstaltungstag richtete den Blick auf die großen energiepolitischen und strategischen Fragen. Am zweiten Tag ging es in acht Workshops in kleineren Runden um konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Praxis.
Stimmen vom BET-Energieforum 2026
Was beschäftigt die Branche aktuell? Was zeichnet den Austausch beim BET-Energieforum aus – und welche Impulse nehmen die Teilnehmenden mit? In unserem Video-Rückblick teilen Gäste ihre Eindrücke und persönlichen Highlights aus Aachen.
Video-Rückblick ansehen
Die Themen am ersten Tag
[Session1]
Energiepolitik braucht den Blick aufs Gesamtsystem
Zum Auftakt diskutierten Barbie Haller, Kerstin Andreae und Ursula Heinen-Esser, moderiert von Ralph Kremp, über Netzausbau, Versorgungssicherheit, Netzentgelte und Regulierung sowie die aktuellen energiepolitischen Weichenstellungen.
Eine zentrale Erkenntnis: Energiepolitik lässt sich nicht losgelöst von geopolitischen und sicherheitspolitischen Fragen betrachten. Bei der Energiewende wurde bereits viel erreicht. Für die nächsten Schritte braucht es nun stärker denn je eine systemische Betrachtung. Digitalisierung und Flexibilisierung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Viele Vorschläge liegen auf dem Tisch – jetzt kommt es darauf an, sie konsistent, widerspruchsfrei und konsequent umzusetzen.
[Session2]
Infrastrukturen zwischen Ausbau und Transformation
Am Nachmittag rückte die Transformation der Energieinfrastrukturen in den Fokus. Arne Lorenz von Reisswitz, Dr. Nick Seeger und Dr. Gabriel Clemens diskutierten unter der Moderation von Dr. Andreas Nolde über Kapazitätsengpässe, Effizienzdruck und Stilllegungsplanung.
Während der Ausbau der Stromnetze in vollem Gange ist, stellen lange Realisierungszeiträume und eine hohe Zahl an Anschlussanfragen die Netzbetreiber vor Herausforderungen. Vorhandene Kapazitäten müssen besser genutzt und zugleich gezielter vergeben werden. Digitalisierung und angepasste Vergabeverfahren können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.
Bei der Wärmewende und der Transformation der Gasnetze stehen die Unternehmen dagegen vielfach noch am Anfang. Auch wenn gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen teilweise fehlen, müssen bereits heute Entscheidungen mit Blick auf die kommenden Jahre vorbereitet werden.
[Session3]
Kooperation als Schlüssel für die dezentrale Energiewende
Wie wichtig Zusammenarbeit dabei wird, zeigte die dritte Session. Carsten Liedtke, Anne Rethmann und Christian Meyer-Hammerström diskutierten, moderiert von Heinz-Werner Hölscher, über kommunale Verankerung, unterschiedliche Kooperationsmodelle und die Perspektiven kleiner und mittlerer Stadtwerke.
Dabei wurde deutlich: Stadtwerke sind in vielerlei Hinsicht die „Taschenmesser der dezentralen Energiewende“. Lokale und kommunale Verantwortung und Effizienz sind dabei kein Widerspruch. Passgenaue Kooperationen und eine klare Fokussierung können helfen, Skalierungseffekte zu nutzen und Kompetenzen zu bündeln.
[Dinner Speech]
Ein Perspektivwechsel zum Abschluss des ersten Tages
Nach den fachlichen Debatten führte der Abend in eine ganz andere Welt. Die Vulkanforscherin, Fotojournalistin und Dokumentarfilmerin Ulla Lohmann nahm die Gäste in ihrer Dinner Speech „Ich mach das jetzt! Meine Reise zum Mittelpunkt der Erde“ mit auf ihre Expeditionen und ihren Weg bis zum Kratersee eines aktiven Vulkans.
Der Abend bot damit nicht nur beeindruckende Bilder und Geschichten, sondern auch viel Gelegenheit, die Gespräche des Tages in persönlicher Atmosphäre fortzusetzen.
Eindrücke vom Energieforum 2026
[Workshops]
Der zweite Tag: Von den großen Fragen in die konkrete Praxis
Am Freitag stand der fachliche Austausch in kleineren Runden im Mittelpunkt. In acht Workshops, verteilt auf zwei parallele Sessions, diskutierten unsere BET-Expertinnen und -Experten gemeinsam mit den Teilnehmenden aktuelle Fragestellungen und konkrete Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag.
In der ersten Session ging es um Personalplanung und Effizienzpotenziale, die Chancen und Risiken von EEG 2027, Netzpaket und AgNes für Wind- und PV-Projekte, die strategische Ausrichtung des Geschäftsfeldportfolios mittels Langfristplanung sowie um Daten und digitale End-to-End-Prozesse als Erfolgsfaktor.
Die zweite Session griff weitere Themen auf, die Unternehmen aktuell beschäftigen: Flexumer und Mengenplanung im Spannungsfeld von Handel und Vertrieb, der Weg von der Mittelfrist- zur langfristigen Finanzierungsplanung, die Auswirkungen des Wärmepakets auf die Strategie im Wärmemarkt sowie Theorie und praktische Umsetzung des Verteilernetzentwicklungsplans Gas.
Gerade die kleineren Workshop-Runden boten dabei Raum, unterschiedliche Erfahrungen einzubringen, konkrete Fragestellungen zu diskutieren und Lösungsansätze gemeinsam weiterzudenken.
Das BET-Energieforum in den Fachmedien
Auch die Fachmedien haben Themen und Diskussionen des BET-Energieforums 2026 aufgegriffen.
Eine Auswahl der aktuellen Berichterstattung haben wir hier für Sie zusammengestellt.
ener|gate messenger:
Bundesnetzagentur nimmt Digitalisierung ins Visier
PDF-Artikel →
ener|gate messenger:
Warum die MVV ihre Flusswärmepumpe größer dimensioniert
Vielen Dank für zwei intensive Tage
Das BET-Energieforum lebt vom offenen Austausch und den unterschiedlichen Perspektiven der Menschen, die daran teilnehmen. Deshalb gilt unser Dank allen Teilnehmenden, Vortragenden, Moderatorinnen und Moderatoren sowie unseren Kolleginnen und Kollegen, die die acht Workshops gestaltet und zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Wir freuen uns auf das Wiedersehen beim nächsten BET-Energieforum und darauf, die Diskussionen gemeinsam weiterzuführen.










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